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Europa: Antike Zukunft

Katalog, 2021
17,0 × 24,0cm, 160 Seiten
Neuerscheinung

Der Katalog wird anlässlich der Ausstellung Europa: Antike Zukunft (23.04.2021 – 15.08.2021) in der HALLE FÜR KUNST Steiermark erscheinen. 

Anlässlich ihres institutionellen Auftaktes stellt die HALLE FÜR KUNST STEIERMARK mit dem umfangreichen Ausstellungsprojekt Europa: Antike Zukunft das Konzept Europa ins Zentrum der Betrachtung. Die Ausstellung vereint ausgewählte Ideen zum Thema Europa und beleuchtet diese abseits von gängigen Zuschreibungen und pragmatischen Kriterien. Für unsere Ausstellung haben insbesondere verschiedene Formen des Retro-Futurismus eine besondere Bedeutung, also Zukunftsformen, die auf die Vergangenheit verweisen: Unter Rückgriff auf antike und teils mythologische Konzepte wollen wir zum Verständnis Europas beitragen, aus dem Nachdenken über den Status Quo heraustreten und eine mögliche ​„Perfect Futur“ entwerfen. Es geht um den Entwurf einer Utopie, die sich ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusst ist und immer schon auf die Vergangenheit verweist. Europa: Antike Zukunft ist somit als Experiment zum transnationalen gemeinschaftlichen Leben im europäischen Raum gedacht. Damit möchten wir uns auf ein Europa der kulturellen und ideelen Vielfalt konzentrieren, uns auf ihre historisch komplexe Ausgangslage einlassen. Durch die Ausstellung wird ein gedanklicher Bogen gespannt, der von der Antike bis zur Gegenwart reicht und in dessen Mittelpunkt das gute Verhältnis der Einzelperson zur lokalen wie auch internationalen Gemeinschaften steht. Die Suche nach einer kritischen Balance zwischen Individuum und Gruppe zeichnete bereits die griechische Antike aus, Aristoteles betonte beispielsweiße einen egalitären Zugang zur Gesellschaft, ohne dabei die Autonomie des Einzelnen zu untergraben. Diese Überlegungen wurden im zeitgenössischen Diskurs jüngst vermehrt durch die amerikanische Politikwissenschaftlerin Danielle Allen aufgegriffen und weiterentwickelt. Allen’s Anliegen ist es, ein neues Verständnis von politischer Freiheit und Gleichheit zu entwickeln, in dessen Mittelpunkt die demokratische Partizipation und Selbstermächtigung steht. Jenseits seiner ökonomischen und politischen Entwicklungen soll Europa als ein kulturhistorisches Projekt in den Vordergrund rücken, welches auf sein utopisches Potential hin analysiert wird.
The exhibition Europe: Ancient Future works with stories and ideas from the perspective of the invited artists whose images and works refer to a past that radiates to our present and its possible future. About a dozen renowned artists deal in very different and yet very specific terms with the broad theme that, for all its contrasts, holds together the interest in a good interplay between the individual and society, which since antiquity has been constantly reformulated and rehearsed with playful seriousness.

Beteiligte Künstler_innen:

Jimmie Durham, Haris Epaminonda, Ira Goryainova, Renée Green, Franz Kapfer, Barbara Kapusta, Jutta Koether, Oliver Laric, Shahryar Nashat, Steven Parrino, Franco Vaccari, James Welling, Franz West.

Europa: Antike Zukunft