Rainer Fuchs
Pop Art schaut hinein in die Welt
Vortrag

Michael Schuster, Autofokusfalle, 2008 (Porträt Rainer Fuchs)
Mit diesem Ausspruch unterstrich Roy Lichtenstein den Realitätsbezug der Pop Art. Gemeint war damit auch eine Abgrenzung und Abkehr von der zeitgenössischen abstrakten Malerei als vermeintlich hermetisch-weltfremder Kunst. Die Alltagswelt mit ihrer Konsum- und Medienvielfalt prägte nicht nur die Darstellungen der Pop Art, sondern bestimmte auch deren eigene Vermarktung und Musealisierung. Als typische Galeristen- und Sammlerkunst war sie selbst Teil jener Kommerzialisierung, die sie thematisierte. Ablesen lässt sich diese Geschichte anhand von Pop Art Sammlungen, wie etwa jener im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok), das nicht zufällig den Namen des Sammlerehepaares Peter und Irene Ludwig in seinem Titel trägt. Der Vortrag beleuchtet nicht nur diese Geschichte, sondern auch Fragen zur zeitgenössischen und aktuellen Rezeption der Pop Art.
Künstler:innen
Teilnehmende Künstler:innen
Rainer Fuchs
war Kunsthistoriker und Chefkurator im mumok (1991 – 2024).
Ausstellungen im mumok (Auswahl): Exhibition (1994), Self Construction (1996), Felix Gonzalez-Torres (1998), Lois Weinberger (1999), John Baldessari (2005), Ryan Gander (2006), Keren Cytter (2007), Mind Expander (2008), Malerei- Prozess und Expansion (2010), Dan Flavin (2011), Marge Monko (2013), Raum & Wirklichkeit (2014), Pakui Hardware (2016), Naturgeschichten (2017), Malerei mit Kalkül (2018), Christian Kosmas Mayer (2019), Nikita Kadan (2019), Ingeborg Strobl (2020), Emilia Rigova (2021), On Stage (2023)

Michael Schuster, Autofokusfalle, 2008 (Porträt Rainer Fuchs)