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Katherine Bernhardt
Neonfarbblendluminanzwucht
gemaeldenetzhautkollisionsgefahr

Eröffnung 

Katherine Bernhardt, Orion, 2024
Acryl- und Sprühfarbe auf Leinwand
182,9 × 198 cm

© Katherine Bernhardt, Courtesy die Künstlerin und David Zwirner, New York

Katherine Bernhardt ist eine der markantesten Stimmen der aktuellen amerikanischen Kunst, deren expressive Malerei eine globalisierte Medien- und Konsumkultur ins Zentrum stellt. Die HALLE FÜR KUNST Steiermark widmet ihr nun eine erste institutionelle Solo-Ausstellung in Europa. Eine begleitende Publikation dokumentiert eine Auswahl von zentralen Werken der letzten Jahre und bietet zudem eine präzedenzlose Einordnung ihres Œuvres.

Der Titel Neonfarbblendluminanzwuchtgemaeldenetzhautkollisionsgefahr ist ein Wortgebilde, das die für das Konzept und den künstlerischen Ansatz wesentlichen Elemente zu einer Einheit verbindet: Neon – Farbe – Blenden – Luminanz – Wucht – Gemälde – Netzhaut – Kollision – Gefahr. Als sprachliche Überforderungsgeste und Verdichtung einer sensorischen Erfahrungslogik verweist der Titel auf eine Bildproduktion, die unmittelbar auf Wahrnehmung, Reizintensität und visuelle Überlagerung zielt. Die Aneinanderreihung der Begriffe erzeugt dabei eine Art semantischen Dauerstrom, der die Logik ihrer Malerei – geprägt von Überlagerung und Nachbarschaft von Zeichen wie von impulsiver Intensität und Gleichzeitigkeit – in eine radikal offene Sprache überführt.

Bernhardts Werk erinnert an Pop Art, Neo-Expressionismus und postdigitale Malerei, das sich von gängigen Einordnungen befreit gibt. Ihre Bilder entstehen aus den Dynamiken des Malakts selbst: gestisch, spontan, unmittelbar und bewusst unperfekt. Comics, Cartoons, Mode und digitale Medien treffen auf global zirkulierende Motive aus dem Alltag und der Konsumkultur. Pink Panther begegnet E.T., Pokémon Figuren begegnen Sneakers, Crocs treffen auf Toilettenpapier. Diesem medialisierten Abbild stellt sie überdimensionierte Stillleben aus Gegenständen ihres täglichen Gebrauchs gegenüber und spiegelt darin ihre unmittelbare Alltagserfahrung. Diese disparaten Assemblagen wirken zugleich humorvoll wie irritierend und setzen die Freiheit der Malerei gegen globale Pop- und Medien-Kultur in seltener Unmittelbarkeit um.


Aus ihrer ambivalent affirmativen Haltung gegenüber den Verlockungen und Abgründen einer globalisierten Medien- und Konsumkultur heraus entwickelt Bernhardt eine eigenständige künstlerische Position, die über Bildproduktion, Ikonographie und Potentiale von Malerei und ihrer Kultur wie Politik nachdenken lässt.

Die Künstlerin wird anwesend sein.

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Katherine Bernhardt

*1975 St. Louis, Missouri, lebt in St. Louis

Einzelausstellungen (Auswahl): Canada, New York (2026), David Zwirner, Los Angeles (2025), Gangneung Art Museum Sorol, Gangwon-do, South Korea (2025), Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul (2025), Nerman Museum of Contemporary Art, Overland Park, Kansas (2025, mit Jeremy Scott), David Zwirner, Hong Kong (2023), Canada, New York (2023), David Zwirner, London (2022), Diablo Rosso, Panama (2021), Canada, New York (2020), NANZUKA, Tokyo (2019), Xavier Hufkens, Brüssel (2019), Museo Mario Testino (MATE ), Lima (2018), Canada, New York (2018), Modern Art Museum of Fort Worth, Texas (2017), St. Louis Contemporary Art Museum, Missouri (2017), Karma, Amagansett, New York (2017), Xavier Hufkens, Brüssel (2016), Venus Over Los Angeles, Los Angeles, New York (2015), Carl Freedman Gallery, London (2015), Canada, New York (2008), Galerie Suzanne Tarasieve, Paris (2006), Gallery Lisa Ruyter, Wien (2004), Team Gallery, New York (2000).

Gruppenausstellungen (Auswahl): High Line Art, New York (2026), Hirshhorn Museum and Sculpture Park, Washington DC (2022), Carnegie Museum of Art, Pittsburgh (2021), The Drawing Center, New York (2020), Jewish Museum, New York (2020), The Brant Foundation, Greenwich, Connecticut (2017), Pratt Institute, New York (2017), National Museum of Women in the Arts, Washington (2017), Manifesta 11, Zürich (2016), Rubell Museum, Miami (2015).

Katherine Bernhardt, Orion, 2024
Acryl- und Sprühfarbe auf Leinwand
182,9 × 198 cm

© Katherine Bernhardt, Courtesy die Künstlerin und David Zwirner, New York