Eva Ursprung & Alexandra Gschiel
Performance

© Alexandra Gschiel
Anlässlich ihrer Ausstellung The Art of Surfacing wird Eva Ursprung in Zusammenarbeit mit Alexandra Gschiel in einer Soundperformance ihre Ausstellung zeremoniell eröffnen. Dabei greift sie verwoben mit Plastik auf einen zentralen Aspekt ihrer Schau zurück: die Thematisierung des sogenannten Plastozäns.
Bei dem Begriff des Plastozäns handelt es sich um die Bezeichnung eines inoffiziellen Zeitalters, in dem Kunststoff zu einem prägenden geologischen und kulturellen Marker menschlicher Aktivität geworden ist. Plastik durchdringt Böden, Ozeane, Organismen und atmosphärische Kreisläufe und wird als dauerhaftes Sediment künftiger Erdschichten erhalten bleiben. Als Zuspitzung des Anthropozän-Gedankens verweist das Plastozän auf die materielle, ökologische und symbolische Hinterlassenschaft einer Epoche, deren Fortschrittsversprechen untrennbar mit langfristigen Umweltfolgen verbunden sind.
In ihrer Performance weisen Ursprung und Gschiel auf jene menschlich gemachte Katastrophe hin, die wie jüngere Forschungen zeigen, vor allem menschliches und tierisches Leben selbst beeinflussen, indem Mikro- und Nanoplastik auch im Körper, etwa in Blut, Lunge und Plazenta nachgewiesen wurden, wo dieses über Nahrung, Trinkwasser und Atemluft aufgenommen wird und sich als unsichtbare, aber reale Spur auch im Inneren des Menschen manifestiert. Unter den Schichten des Plastiks bleibt trotzdem noch der Mensch: Ein Biofeedbackgerät übersetzt die Interaktionen der Künstlerinnen in Klang, der zunehmend die performative Soundlandschaft prägt.
Künstler:innen
Teilnehmende Künstler:innen
Eva Ursprung
Einzel- und Gruppenausstellungen, Projekte (Auswahl):
Steirische Kulturinitiative (2025, 2024), kunstGarten, Graz (2025, 2021, 2016, 2011), Kunsthaus Graz (2025, 2021, 2012, 2007), Gefängnismauer Justizanstalt Karlau, XENOS & Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, Graz (2024), Taman Budaya, Yogyakarta (2023), BACC (Bangkok Art and Culture Center) (2023), La Terminal Zawp, MEM Festical, Bilbao (2023), IMA Institut für Medienarchäologie, St. Pölten (2022), Künstlerhaus München (2022), Schaumbad Freies Atelierhaus Graz (2021, 2018, 2008), Steirischer Herbst, Graz (2020, 2014, 2013, 2006, 1999), <rotor>, Graz (2019), Gakerija ALU, Sarajewo (2018), Künstlerhaus Klagenfurt (2017), POST, Los Angeles (2016), Flux Factory, New York (2016), Institute of Contemporary Art, University of Pennsylvania (2015), Les Kurbas National Theatre Arts Center, Kiew (2014), APO33, La Plateforme Intermédia, La Fabrique, Nantes (2014), MAD Emerging Art Center, Eindhoven (2013), Literaturhaus Graz (2011), Museum of Contemporary Art Vojvodina / Institut für Kunst im öffentlichen Raum, Novi Sad (2011), Stadtmuseum Graz (2010), galerie wildwechsel, Frankfurt am Main (2008), Freiraum Transeuropa / PiroschkaREV, MuseumsQuartier, Wien (2004), Cornerhouse, Manchester (2002), Laznia Center for Contemporary Art, Gdansk (2002), The Substation, Singapore (2002), Ottis Gallery, Los Angeles (1998).
Alexandra Gschiel
ist Fotografin. Nach klassischer Fotografie-Ausbildung arbeitet sie medienübergreifend mit Fotografie, Video, Installation, Skulptur und Textil. Von 2009 bis 2021 war sie im Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz tätig, davon viele Jahre auch im Vorstand und in der konzeptionellen sowie organisatorischen Arbeit. 2022 – 2024 arbeitete sie im KiG! – Kultur in Graz.
Ausstellungen (Auswahl): Residenz und Präsentation Saraiki (Liepāja, LV, 2025); Photo Graz (Altes Kino Leibnitz, 2022, 2024); Insurgent Flows KiG! Kultur in Graz, 2023); and I – Alexandra Gschiel (KiG! Kultur in Graz, 2023); PLATFORMS PROJECT – Independent Art Fair (Athen, GR, 2021); Mobilise/Demobilise (hybride Performances, Graz, Malmö, online, 2021 – 2022); Zaungäste (Kunst im öffentlichen Raum, Graz, 2018 – 2019); We have a situation! (Furtherfield, London & international, 2013); Fronteras en cuestión (Havanna, CU, 2015).

© Alexandra Gschiel