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Nightcleaners
Berwick Street Film Collective 

Filmscreening 

Nightcleaners (1975) ist ein experimenteller Dokumentarfilm, der von Mitgliedern des Berwick Street Film Collective (Marc Karlin, Mary Kelly, James Scott und Humphry Trevelyan) gedreht wurde und über die Kampagne zur gewerkschaftlichen Organisierung jener Frauen berichtet, die nachts unter schlechten wie unterbezahlten Konditionen in Bürogebäuden putzen. Zwischen 1970 und 1972 wurden Frauen, die nachts Londons Bürogebäude reinigten, von der ehemaligen Reinigungskraft May Hobbs – unterstützt von Mitgliedern der Frauenbefreiungsbewegung – ermutigt, sich gewerkschaftlich zu organisieren und für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Arbeit des Berwick Street Film Collective konzentrierte sich auf die Raumpflegerinnen im Londoner Shell-Gebäude und fängt die Prekarität und Monotonie dieser körperlich anstrengenden, aber in der Regel unbeachteten Arbeit ein. Nightcleaners (1975) ist eine Hommage an die Solidarität zwischen den Geschlechtern, die Kraft kollektiven Handelns zeigt, wie eine spezifische Kampagne für die gewerkschaftliche Organisierung mit einem Beispiel für feministischen Aktivismus der 1970er-Jahre zusammenwächst.

Künstler_innen

Teilnehmende Künstler_innen

Berwick Street Film Collective

Das Berwick Street Film Collective wurde 1970 gegründet und produzierte bis etwa 1980 eine Reihe von Dokumentarfilmen, basierend auf dem individuellen und gemeinschaftlichen Filmschaffen seiner kleinen Gruppe von Mitgliedern. Die Filme, die von Jean-Luc Godard und Chris Marker beeinflusst waren, werden als Teil der Avantgarde des britischen Dokumentarfilms in den 1970er-Jahren angesehen und behandeln einige der wichtigsten politischen und kulturellen Themen der Zeit, wie den Konflikt zwischen Gruppen von unterrepräsentierten Arbeitern und Arbeitergemeinschaften sowie die politischen Hierarchien in den Gewerkschaften und Regierungen.