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Kunst in Europa / Europäische Kunst?
Constanze Itzel 

Vortrag 

Antikensammlung der Universität Graz

Foto: HK

Constanze Itzel hinterfragt in ihrem Abendvortrag ideologische Konzepte in Bezug auf Europa und im Spezifischen auf die aktuelle Ausstellung Europa: Antike Zukunft. In Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Anliegen fragt Itzel: Was ist das europäische Erbe? Was erkennen wir Europäer als Teil eines gemeinsamen Erbes an und was nicht? Demokratie, griechische Philosophie, römisches Recht oder die Aufklärung werden weithin als Teil des spezifisch europäischen Erbes akzeptiert. Aber wie gehen wir mit den Schattenseiten Europas wie Kolonialismus, Sklaverei oder Abschiebungspolitik um? Wie mit der umstrittenen Geschichte des 20. Jahrhunderts?

Als Museumsdirektorin im Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel erkundet Itzel die Geschichte Europas entlang dieser Fragen und weist auf den konstruierten Charakter von Erbe, Geschichte und Identität hin. In ihrem Vortrag geht sie solchen Fragen weiter nach und sucht nach verborgenen Geschichten: Gibt es etwas verbindend Europäisches in dem Erbe, das von den Staaten der Union als hauptsächlich national wahrgenommen wird? Wie sehr wird das Erbe durch die Migration von Menschen, Produkten und Ideen beeinflusst?

Dr. Constanze Itzel (*1974 Nürnberg, lebt in Brüssel) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und seit 2017 Direktorin des Hauses der Europäischen Geschichte in Brüssel. Von 1993 bis 1998 studierte Itzel Kunstgeschichte sowie französische und italienische Literatur an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Nantes und Heidelberg. Sie promovierte an der Universität Heidelberg und war Stipendiatin des Landes Baden-Württemberg, arbeitete am Heidelberger Zentralinstitut für Kunstgeschichte sowie für den Wissenschaftlichen Dienst und für den Kulturausschuss des Europäischen Parlaments.

Antikensammlung der Universität Graz

Foto: HK