Vanessa Joan Müller, Evelyn Plaschg
Gespräch
Video
Begleitend zur Ausstellung Viscous City von Evelyn Plaschg erscheint im Verlag Revolver Publishing eine gleichnamige Publikation mit neuen Texten von der Hamburger Kunsthistorikerin und Kuratorin Vanessa Joan Müller und der New Yorker Kunstkritikerin und Kuratorin Kari Rittenbach (MOMA PS1). Im Fokus dieser Buchpräsentation und des Gesprächs zwischen Sandro Droschl, Vanessa Joan Müller und Evelyn Plaschg steht Müllers Essay Ansichten des Unbestimmten, in dem sie Plaschgs Malerei als eine Reflexion über die Verflechtungen von Körper, Bildraum und urbaner Erfahrung analysiert. Müller zeigt in ihrem Beitrag auf, wie stark Plaschgs Malerei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszilliert. Dabei entsteht eine eigene visuelle Grammatik, die an die Struktur filmischer Fragmentierung erinnert: Nahaufnahmen, Unschärfe, Rhythmus und Schnitt – Elemente, die in der Malerei zu einem poetischen Innehalten transformiert werden. Müllers Text bewegt sich als atmosphärische Entsprechung zu dieser malerischen Praxis: klar analysierend, aber zugleich getragen von einer poetischen Sensibilität für das Ambivalente und das Dazwischenliegende. Der Abend versteht sich als Einladung zu einem vertieften, diskursiven Austausch über Bild, Text und Wahrnehmung jenseits des Ausstellungsraumes.
Künstler:innen
Teilnehmende Künstler:innen
Evelyn Plaschg
Einzelausstellungen (Auswahl): Paulina Caspari, München (2024), Scherben, Berlin (2024), Layr, Wien (2023), Galerie Kirchgasse, Steckborn (2021), Canopy, Malmö (2021), Kunstverein Nürnberg, Nürnberg (2021), Pina, Wien (2020), Parallel Vienna, Wien (2019), Zeller van Almsick, Wien (2017).
Gruppenausstellungen (Auswahl): Esther II, New York (2025), Leopold Museum, Wien (2024), Hard Scent Salon, Kopenhagen (2024), Belvedere 21, Wien (2023), The Grand Chelsea, New York (2023), Kunstverein Eisenstadt (2022), Basel Social Club, Basel (2022), Kunstverein Bremerhaven (2022), Smolka Contemporary, Wien (2021), Belvedere 21, Wien (2019), Halle für Kunst, Lüneburg (2018), Acappella, Neapel (2018), Forum Stadtpark, Graz (2017), Glovebox, Auckland (2016), ENSBA, Paris (2016), Neuer Kunstverein, Wien (2016), MUMOK, Wien (2015).
Vanessa Joan Müller
Vanessa Joan Müller ist eine in Wien ansässige Kuratorin sowie Autorin und hat einen Doktortitel in Kunstgeschichte. In ihrer Praxis reflektiert sie über institutionelle Typologien, das Erbe der Institutionskritik und die Rolle der zeitgenössischen Kunst innerhalb der Gestaltung der Gesellschaft. Von 2013 bis 2020 war Müller Leiterin der Dramaturgie und Kuratorin an der Kunsthalle Wien. Zuvor war sie Direktorin des Kunstvereins Düsseldorf (2006−2011) und Forschungsleiterin an der European Kunsthalle in Köln (2005÷2006). Sie kuratierte Ausstellungen im Leopold Museum, in der Galerie der Universität für Angewandte Kunst, im 55. Oktober-Salon in Belgrad und im Frankfurter Kunstverein. Im Jahr 2017 übernahm sie bei der 55. Biennale di Venezia die kuratorische Leitung für den Pavillon der Republik Albanien.
Sandro Droschl
ist Gründungsdirektor und Kurator der Institution HALLE FÜR KUNST Steiermark. Von 2012 bis 2020 leitete er das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien. Seit 2000 arbeitete er als Kurator, dann auch als Leiter für den Kunstverein Medienturm, Graz, daneben als Gastkurator an anderen Institutionen. Er kuratierte zahlreiche Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und gab über 30 Publikationen heraus. Droschl machte ein Studium Irregulare, „Körper. Medien. Kunst“, mit Kunst (Isabelle Graw, Freie Klasse), Philosophie, Publizistik und Medizin an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Universität Wien und der London Guildhall University.







