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Space is the Place
Mira Keratová 

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Das Video ist in englischer Sprache verfügbar.

Das künstlerische Schaffen von Stano Filko beginnt in der Tschechoslowakei (heute: Slowakei) der 1960er-Jahre, einer Zeit, in der die künstlerische Freiheit zunehmend Begrenzung erfuhr. Während das real-sozialistische Régime eine einseitige Weltsicht errichtete, ist Filko für den Versuch bekannt, in seiner Kunst den Gesamtzusammenhang der Welt als äußere und innere Realität abzubilden. 1981 emigrierte Filko, er lebte und arbeitete in Deutschland (Düsseldorf) und ab 1982 in den Vereinigten Staaten (New York), um 1990 nach Bratislava zurückzukehren. Diese biografischen Stationen gliedern ebenfalls grob die verschiedenen Werkphasen, in die sich die jeweiligen Rahmenbedingungen ablesen lassen. 

In ihrem Vortrag untersucht die Kunsthistorikerin und Kuratorin Mira Keratová divergierende Sichtweisen von Ost und West auf Werk und Position des Künstlers.

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Mira Keratová Ph.D.

ist Kunsthistorikerin und Kuratorin im Bereich moderner und zeitgenössicher Kunst der Bratislava City Gallery, daneben ist sie auch als Kuratorin an der Central Slovakian Gallery in Banská Bystrica tätig. Keratová hat Kunstgeschichte an der Comenius Universität in Bratislava studiert und erhielt ihren Ph.D. an der Akademie für Bildende Kunst und Design in Bratislava, wo sie über Performancekunst der 1960er- und 1970er-Jahre promovierte. Sie arbeitet über die Neo-Avantgarden Osteuropas und ist Spezialistin auf dem Gebiet der Aktionskunst und der performativen Kunst der Tschechoslowakei in der repressiven Periode der Normalisierung“ von 1969 – 89. Keratová war als Dozentin an der Akademie für Bildende Kunst und Design in Bratislava sowie an der Fakultät der bildenden Künste der Technischen Universität in Brno tätig. Sie ist Autorin von Texten zur Kunst und Herausgeberin von Publikationen über L’ubomír Durček (2013) und Peter Bartoš (2014, 2019). Ihre enge Zusammenarbeit mit Stano Filko führte zu Personalen bei Fondazione Morra Greco, Neapel (2014); Central Slovakian Gallery, Banská Bystrica (2017); auch bereitete sie Filkos Beteiligung auf der 11. Biennale Lyon (2011) vor.

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

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Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

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Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

Abaseh Mirvali Gespräch

Morning Séance
alias Simone Borghi 

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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi