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Rose-Anne Gush
Surrealismus aus einer globalen Perspektive

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Rose-Anne Gushs Vortrag analysiert die politische Ästhetik des Surrealismus und dessen antikoloniale sowie antifaschistische Ausrichtungen anhand künstlerischer Praktiken in Paris und Martinique zwischen 1920 und 1960. Dabei stellt sie die Frage, wie surrealistische Arbeiten – von Chris Markers und Alain Resnais‘ Film Les Statues Meurent Aussi (1953, Statuen sterben auch) bis hin zu weniger bekannten antikolonialen und antifaschistischen Archiven – die gewalttätigen Ungleichheiten und Krisen der kapitalistischen Moderne verkörperten und noch immer materialisieren. Gush argumentiert, dass der radikale Formalismus des Surrealismus die ungleichen Entwicklungen der kapitalistischen Moderne verkörperte und neu verortete. Der Surrealismus wird von ihr als transnationale Bewegung verstanden, die koloniale Machtstrukturen künstlerisch hinterfragte und alternative emanzipatorische Perspektiven aufzeigte. Gush schlug eine kunsthistorische Methodologie vor, die Kunst als aktiven Bestandteil gesellschaftlicher Kämpfe begreift und dabei insbesondere bisher marginalisierte künstlerische Positionen stärker in den Fokus rückt.

Zur Ausstellung

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Rose-Anne Gush

(*1986 in Box, Vereinigtes Königreich, lebt in Graz)

ist Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Assistenzprofessorin am IZK – Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz. Ihre Forschungsinteressen umfassen politische Ästhetik und Theorien der globalen Kunst“, einschließlich des transnationalen Surrealismus, der räumlichen Politik des Kapitalismus, der künstlerischen Form und der Geographien der Extraktion sowie Theorien zu Marxismus, Gender, Trauma und Erinnerung. Ihre jüngsten Artikel wurden in Berlin Review, FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Camera Austria, Brand-New-Life Magazine, Third Text, Kunst und Politik: Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft, und in Performance Research veröffentlicht. Ihre erste Monografie Artistic Labour of the Body erscheint demnächst in der Buchreihe Historical Materialism bei Brill und Haymarket.

Weitere Beiträge

Eva Ursprung
The Art of Surfacing

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Eva Ursprung, _Anlegestelle_, 2026

Mit der Ausstellung The Art of Surfacing präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark das vielschichtige Werk der österreichischen Künstlerin, Musikerin und Kuratorin Eva Ursprung. Ihre medienübergreifenden, feministischen und gesellschaftskritischen Ansätze kreisen um das Element Wasser als Metapher für Wandel und politische wie ökologische Prozesse.

Slide show Eva Ursprung

Susanne Wenger
Àdùnní Olórìṣà

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Susanne Wenger gilt als eine zentrale Künstlerin Österreichs nach 1945 und als frühe Wegbereiterin des Surrealismus. Ihr Œuvre, das Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Batiken umfasst, überschreitet ästhetische Kategorien und verbindet Kunst, Spiritualität und Mythos. 

Slide Show Susanne Wenger

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

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Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

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Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza