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profil Talk
Systems of Belief

Video

Das Video ist in deutscher Sprache verfügbar

mit Sandro Droschl, Richard Kriesche, Peter Schernhuber
Moderation: Stefan Grissemann – profil, Ressortleiter Kultur

Der profil Talk in Kooperation mit der HALLE FÜR KUNST Steiermark widmet sich dem Verhältnis von Technologie zu Gesellschaft und Kunst und begleitet darin die zeitgleich gezeigte thematische Gruppenausstellung Systems of Belief. Die Ausstellung präsentiert künstlerische Positionen, die beispielsweise durch Mittel wie Filmkameras oder Blockchain-Technologie nicht unmittelbar die Realität widerspiegeln, sondern sie verwenden um unorthodoxen Dogmen und spiritueller Selbsterkenntnis Ausdruck zu verleihen. Der profil Talk bietet hier Gelegenheit das sich stetig ändernde Verhältnis zwischen dem Menschen und seinen technologischen Erzeugnissen zu beleuchten. Während in den letzten Jahren eine vermehrte Skepsis gegenüber Phänomenen wie der Automatisierung von Arbeit und der rasanten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu bemerken ist, zeichnet sich im Feld der Gegenwartskunst großes Interesse dafür ab, durch technologische Fortschritte neue und mitunter auch bessere Welten zu imaginieren.

Am Podium diskutieren:

> Sandro Droschl ist Direktor der HALLE FÜR KUNST Steiermark. Seit 2000 arbeitet er als Kurator, dann auch als Leiter für den Kunstverein Medienturm, Graz, daneben als Gastkurator an anderen Institutionen. Droschl kuratierte zahlreiche Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und gab über 30 Publikationen heraus.

> Richard Kriesche ist Künstler, Kunst- und Medientheoretiker. Seine künstlerischen Arbeitsfelder umfassen Fotokunst, Videokunst, Computerkunst, Netzkunst, Installationen, Performance und Multimediakunst. Kriesche wird aktuell mit einer großen Einzelausstellung im Museum der Moderne Salzburg gewürdigt und auch in der HALLE FÜR KUNST Steiermark ist eines seiner Werke zu sehen.

> Peter Schernhuber ist zusammen mit Sebastian Höglinger Festivalleiter und Geschäftsführer der Diagonale – Festival des österreichischen Films. Schernhuber hat an der Universität Wien Theater‑, Film- und Medienwissenschaft sowie Geschichte studiert.

> Claudia Slanar ist Kunsthistorikerin und Kuratorin des Ursula Blickle Video Archivs sowie des Blickle Kinos im Belvedere 21, Wien. Slanar arbeitet an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst und Video/​Film und ist Autorin sowie Mitherausgeberin mehrerer Monografien und Texte, darunter auch eine Monografie über den amerikanischen Filmemacher James Benning (2007).

> Moderation Stefan Grissemann ist Filmkritiker und Kulturressortleiter des Nachrichtenmagazins profil. Grissemann hat zahlreiche Filmkritiken herausgegeben, sowie in Büchern und Katalogen publiziert. Als Autor widmete er sich unter anderem dem Schaffen des amerikanischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Edgar Georg Ulmer.

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

Slide show

Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

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Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

Abaseh Mirvali Gespräch

Morning Séance
alias Simone Borghi 

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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi