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Lensable Belief
Marc Siegel 

Video

Das Video ist in englischer Sprache verfügbar.

Ausgehend von Siegels Forschungen über Gossip (dt: der Klatsch/​Tratsch) in der queeren Kultur befasst sich der Vortrag mit der Rolle des Glaubens in der künstlerischen Produktion der amerikanischen Underground-Filmszene der 1960er-Jahre. Was man durch Gossip erfahren kann, hängt stark damit zusammen, wem man glaubt. Das durch Gossip erhaltene Wissen liegt daher immer in den Händen der vertrauten Anderen, die es weitergeben. Seine Verbreitung fördert eine Sozialität, die auf dem Wunsch beruht, zu glauben, was andere glauben. Siegels Vortrag gibt Aufschluss darüber, wie ein solches System weltlicher Überzeugungen die Auftritte, Filme und Schriften von so wichtigen Underground-Filmfiguren wie Jack Smith, Mario Montez und Andy Warhol antreibt.

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Marc Siegel

Marc Siegel ist Professor für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragen der Queer Studies und des Experimentalfilms. Siegel ist Mitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln, im Beirat der Sektion Forum Expanded der Berlinale und einer der Mitbegründer des Berliner Künstlerkollektivs CHEAP sowie künstlerischer Leiter von ZOOM – Labor Ludwig Schönherr. Er hat zahlreiche Filmreihen und Programme für Film- und Performance-Festivals sowie Museen und Galerien kuratiert, darunter die Berlin Biennale, die Berlinale, Tate Modern, London; CCCB, Barcelona; Bunkier Sztuki, Krakau; und das Goethe-Institut, Kalkutta. Zu seinen Publikationen gehören die gemeinsam herausgegebenen Bände Serge Daney and Queer Cinephilia (meson press, 2022); Film Culture 80: The Legend of Barbara Rubin (Spector Books, 2018); Synchronizing the Arts (Fink, 2013); und Outside. The Politics of Queer Spaces (b_​books, 2005). Sein Buch A Gossip of Images erscheint demnächst bei Duke University Press.

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

Slide show

Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

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Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

Abaseh Mirvali Gespräch

Morning Séance
alias Simone Borghi 

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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi