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Karel Císař
Vortrag 

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Karel Císař ist Philosoph, Kurator und Kunsttheoretiker, der die Moderne weniger als eine zeitliche Epoche, die zeitlich begrenzt zwischen der Pre-Moderne und der Post-Moderne stattfand, sondern als eine Idee oder ein Projekt begreift. Er versteht die Moderne also nicht als eine historische Entität, vielmehr als einen Ansatz sowie eine unerfüllte Möglichkeit unserer Beziehung zur Gegenwart, die sich in jeder Periode in den verschiedensten Sektoren, Sparten und Disziplinen manifestiert und artikuliert. Basierend auf diesem Verständnis verhandelt Císař den Modernismus auch theoretisch in seinen Texten über zeitgenössische Kunst sowie über Mathias Polednas Werk.

Karel Císař und Mathias Poledna haben bereits gemeinsame Kollaborationen hervorgebracht, darunter die von Císař kuratierten Ausstellungen Memories of the Future in der Vaclav Spala Gallery in Prag (2009) sowie Figures and Prefigurations in der City Gallery Prag (2013). Beide stehen also seit mehr als einem Jahrzehnt in einem steten Austausch.

In diesem Vortrag soll insbesondere Mathias Polednas Werdegang, seine künstlerische Praxis vor dem Hintergrund der aktuellen Ausstellung, die auch als eine Art Retrospektive verstanden werden kann, beleuchtet werden.

Zur Ausstellung

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Karel Císař

(*1972 Prag, lebt in Prag)

ist Professor und Vorsitzender des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte der modernen und zeitgenössischen Kunst an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag. Er studierte Philosophie an der Karls-Universität in Prag (PhD, 2006) und an der Universität Genf. Er hat Beiträge für Camera Austria und für Texte für Kunst sowie für zahlreiche Sammelbände verfasst, zuletzt für Abstraction & Economy. Mythen des Wachstums (Berlin: De Gruyter, 2024), herausgegeben von Eva Maria Stadler und Jenni Tischer.

Kuratierte Ausstellungen: Lucy McKenzie & Atelier E.B, Galerie Meyer Kainer, Vienna (2022), Sam Lewitt & Cheyney Thompson. Grids. Gradients. Drunken Walks, Brno House of Arts (2017), Christopher Williams. For Example: Dix-Huit Leçons Sur La Société Industrielle (Revision 14), with M. Škoda, House of Art, České Budějovice (2011).

Mathias Poledna

(*1965 Wien, lebt in Los Angeles)

Einzelausstellungen (Auswahl): Galerie Buchholz, Köln (2022), Galerie Buchholz, New York (2020), The Renaissance Society, Chicago (2014), The Art Institute of Chicago (2014), 55. Bienniale di Venezia, Österreichischer Pavilion (2013), Secession, Wien (2013), Galerie Buchholz, Berlin (2012), Raven Row (2011), Portikus, Frankfurt am Main (2010), Galerie Meyer Kainer, Wien (2010), New Museum of Contemporary Art, New York (2009), Bonner Kunstverein, Bonn (2009), Hammer Museum, Los Angeles (2007), Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam (2006), Galerie Buchholz, Köln (2006), Richard Telles Fine Art, Los Angeles (2005), Galerie Meyer Kainer, Wien (2004), Mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (2003), Richard Telles Fine Art, Los Angeles (2002), Grazer Kunstverein (2001).

Gruppenausstellungen (Auswahl): Haubrok Foundation (2023), Made in L.A. Biennial, Hammer Museum / Huntington Museum, Los Angeles (2021), Mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (2021), Kunsthalle Bern (2020), Yuz Museum, Shanghai (2019), Liverpool Biennial (2018), Stedelijk Museum, Amsterdam (2018), Museum der Moderne, Salzburg (2017), Kunstverein Hamburg (2016), Sydney Biennial (2014), Busan Biennial (2012), Stedelijk Museum, Amsterdam (2012), Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Seville (2008), Haubrok Foundation (2011), Museu d’Art Contemporani de Barcelona (2010), Galerie Václava Spály, Prag (2009), Yokohama Triennale (2008), MOCA / The Geffen Contemporary, Los Angeles (2008), Sala Rekalde, Bilbao (2007), Whitney Biennial, Whitney Museum of American Art, New York (2006), Haus der Kunst, München (2005), Generali Foundation, Wien (2005), Berlin Biennale, Kunstwerke Berlin (2004), Frankfurter Kunstverein (2003).

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

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Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

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Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

Abaseh Mirvali Gespräch

Morning Séance
alias Simone Borghi 

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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi