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Give Rise to Julius Pristauz
PROPAGANDA 

Video

Das Video ist in englischer Sprache verfügbar

Der Videobeitrag zeigt Eindrücke aus der uraufgeführte Performance von Julius Pristauz trägt den Titel PROPAGANDA und befasst sich mit Popkultur als Instrument zur Vermittlung bestimmter Ideen und Ideologien sowie deren Bewegung und Verbreitung innerhalb unserer Gesellschaft. Es ist ein Stück, welches die Wiederaufführung einzelner, unterschiedlicher Szenen als kuratorische Strategie begreift und sich frei an Stilelementen aus verschiedenen Hintergründen speist: Eine subjektive und queere Erzählung über den Zustand der Welt, in welcher auch humorvolle Elemente und Camp nicht fehlen dürfen. 

Die im Rahmen von Give Rise To… konzipierte Performance PROPAGANDA befasst sich in vier Akten mit Politiken rund um Kapitalismus, Autorität, Körper, Gender-Stereotypen und Vorbilder. Vier Perform*innen, darunter der Künstler selbst, schlüpfen in verschiedene Figuren, die im Lauf der knapp einstündigen Perfomance wechseln und abstrahiert werden. Der britische Popkritiker und Theoretiker Mark Fisher beschrieb vor etwa zwanzig Jahren die Schnittstelle zwischen Kapitalismus, popkultureller Kunst und der Psyche des Individuums über den Begriff der Hauntology. Angelehnt an das Gespenstische“ (Marx) beschreibt er jene unerfüllte Sehnsucht der Popkultur, die nicht nur politisches Bewusstsein eingebüßt hat, sondern auch ihre komplette Wirkmacht. Diese kritischen Gesten werden in der gegenwärtigen Logik nur inhaltsleer wiederholt und durchziehen die aktuelle Kultur wie Geister, markieren so vor allem die Abwesenheit von etwas. In diesem Sinne ließen sich die verschiedenen Figuren von PROPAGANDA als Geister verstehen, die entweder Macht ausüben oder auf die Macht ausgeübt wird. Während der vier Akte, entspannt sich zwischen Erkenntnissen, Feststellungen und Dialogen eine Art düsteres Vier-Schritte-Programm, das immer wieder durch Lip-Sync-Performances unterbrochen wird. 

Im Anschluss der Performance wird das Bühnenbild mit einer textlichen Videoarbeit, einer Soundinstallation und vier Skulpturen als Installation gezeigt. Darüber hinaus gehören zum Bühnenbild ein Siebdruck, der sich Referenzen zu eigen macht, wie das digital nachbearbeitete, ikonische James-Bond-Motiv. Durch dieses komplizierte Geflecht aus Rollen, Bühnenfiguren, Publikum und räumlicher Intervention entsteht eine Spannung, die sich auch identitätsstiftenden Fragen innerhalb der Kunst und ihrer Verwertung nähert.

Die Ausstellung spinnt diese Gedanken in Abwesenheit der Performer*innen weiter. Alle vier sind in Form einer Metall-Skulptur in jeweiliger Körpergröße und ausgestattet mit verschiedenen Insignien der jeweiligen Rollen im Raum vertreten: So wird zum einen die Nase eines Schweins gezeigt, aber auch Teile des Kostüms der Rebellen. Zusätzlich zum Video, welches in ähnlicher Form für die Performance eingesetzt wird, ist auch eine Audio-Installation zu hören, die die Stimmen der Performer*innen über die physische Spur der Skulpturen hinaus zurück in den Raum bringt. 

Performance und Ausstellung sind zwei Kapitel einer komplexen Erzählung, die sich damit beschäftigt, wie fluide die Grenzen zwischen Politik, Pop, Kunst und Marketing geworden sind. All dies erzählt Pristauz anhand von Körpern, die vielleicht das beste Mittel zum Protest geworden sind.


Mit Cæcilie Heldt Rønnow, Fran Klein, Luna Mican, Marie-Claire Gagnon, Paul Ebhart

Kuratiert von Jan Tappe 

Video: kunst​do​ku​men​ta​ti​on​.com

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Julius Pristauz

*1998 Judenburg, aufgewachsen in Graz, lebt in Wien

Julius Pristauz studierte an der der Universität für Angewandte Kunst Wien und arbeitet als Künstler und Kurator. Zuletzt kuratierte er die Ausstellung SOMETHING IS BURNING in der Kunsthalle Bratislava (2022) und wurde für sein künstlerisches Diplom mit dem diesjährigen Preis der Kunsthalle Wien ausgezeichnet.

Solo, Performances (u.a.): Kunsthalle Wien (2023), Lewben Art Foundation, Vilnius (2023), Q21 Museumsquartier, Wien (2022), Secession, Wien (2022), WAF Galerie, Wien (2020), Vienna Art Week, Wien (2020), Grazer Kunstverein, Graz (2019), Belvedere 21, Wien (2019); Ausstellungen: Shore Galerie, Wien (2022), UA26, Wien (2022), Futura, Prag (2021), EXILE, Wien (2021), The Pool, Istanbul (2020), House of Arts, Brünn (2018); Preis der Kunsthalle Wien für künstlerisches Diplom an der Universität für Angewandte Kunst, Wien (2022);

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Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger