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Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus und der Surrealismus
Franz Smola 

Podcast

Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus und der Surrealismus
Franz Smola 

Als ausgewiesener Spezialist gibt Franz Smola in einem Vortrag interessante Einblicke in das künstlerische Schaffen der Phantastischen Realisten und referiert dabei auch über deren Beziehungen zum Surrealismus. Beiden scheinen eine gewisse Ausprägung hin zum Phantasmagorischen aufzuweisen und tieferliegende Psychographien an die Oberfläche ihrer Landschaftsszenen und Figuren rückzubinden. Smola eröffnet historische Rückblicke in maßgebliche Ausstellungen der Phantastischen Realisten und gibt dabei Aufschluss über das Entstehen der Gruppe, deren Bestrebungen und Höhepunkte. Er zieht Parallelen zu spannenden internationalen Figuren wie Wolfgang Paalen, Edgar Jené oder Salvador Dali, aber auch zum zeitgleich vor allem in Prag aktiven Magischen Realismus. Angesichts der wiederkehrenden Aktualität des Surrealismus – nicht zuletzt auch durch die 59. Biennale in Venedig (2022) – lohnt es sich, das Phänomen des Phantastischen Realismus noch einmal näher gerade hinsichtlich seiner surrealistischen Verbindungen zu untersuchen.

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Dr. Franz Smola

*1963 Passau, lebt in Wien

ist seit 2017 Kurator für die Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts am Belvedere in Wien. Von 2009 bis 2017 war er als Sammlungskurator im Leopold Museum, Wien, tätig. Von 2013 bis 2015 übte er dort auch die Funktion des interimistischen museologischen Direktors aus. Smola konzipiert als Kurator und Co-Kurator regelmäßig Ausstellungen mit Themenschwerpunkten im Bereich internationaler klassischer Moderne, wie etwa Alberto Giacometti. Pionier der Moderne (Leopold Museum, Wien 2014/15) oder Wolfgang Paalen. Der österreichische Surrealist in Paris und Mexiko (Belvedere,Wien 2019/20), sowie mit Schwerpunkt auf Wien um 1900. Smola war neben Wolfgang Boeckl hauptverantwortlicher Kurator der großen Retrospektive der Phantastischen Realisten, welche 2008 im Belvedere in Wien stattfand. Zuletzt erarbeitete Smola die Schau Klimt. La Secessione e l´Italia, Museo di Roma (Rom 2021/22). Smola ist (Mit-) Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen und Monographien, darunter auch diverse Beiträge zum Surrealismus und zu den Phantastischen Realisten, unter anderen Arik Brauer – Gesamt.Kunst.Werk (2014) sowie Phantastischer Realismus (2008).

 

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

Slide show

Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

Video

Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

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Morning Séance
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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi