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Eine Theorie der Gerechtigkeit
John Rawls 

Leseprobe

John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, 22. Auflage, Suhrkamp 2020.
Die Leseprobe steht ausschließlich in deutscher Sprache zur Verfügung

Ausstellungsbegleitend zu Europa: Antike Zukunft empfehlen wir vorbereitend zur Veranstaltungsreihe Lesekreis eine Auswahl von Publikationen, die sich mit Fragestellungen der aktuellen Ausstellung befassen: Was können wir von der Antike lernen? Was ist eine mögliche Zukunft Europas? Wie werden diese Verbindungen in künstlerischen Positionen der Ausstellung neu gedacht? Aufbauend auf dem Modell der Demokratie von Aristoteles beschäftigen wir uns mit Freiheit und Gleichheit und wie diese wichtigen Begriffe durch John Rawls aufgegriffen und weitergedacht wurden.

Folgender Text wird zum Lesekreis am 18.6. besprochen:

John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit
Kapitel 1, Gerechtigkeit als Fairness (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 22. Auflage 2020, S. 19 – 39).

John Rawls (*1921 Baltimore, †2002) war ein amerikanischer Philosoph und Professor an der Harvard University und gilt als zentraler wie vieldiskutierter Vertreter der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. In seinem Hauptwerk Eine Theorie der Gerechtigkeit (1971) entwickelte er einen Standpunkt gesellschaftlicher Gleichheit, aus dem heraus sich die Mitglieder einer Gesellschaft auf bestimmte Prinzipien der Gerechtigkeit einigen sollen. In seinem Ansatz spielen sozial benachteiligte Gruppen, sowie Fragen der Verteilung von materiellen Ressourcen und Bildung eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig vertritt er ein liberales Selbstverständnis, in dem die Freiheit des Einzelnen innerhalb der Demokratie ein hohes Gut darstellt. Trotz seiner Bestrebungen um soziale und politische Gerechtigkeit wurde Rawls Theorie zunehmend von neoliberalen Diskursen vereinnahmt und als Legitimation für einen akzentuierten Wirtschaftsliberalismus herangezogen.

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