Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer
Susanne Wengers Malerei zwischen Afrika und Europa
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In ihrem Vortrag beleuchtet die österreichische Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin und Kuratorin Brigitte Borchhardt‑Birbaumer Susanne Wengers Malerei und Grafik als ein herausragendes Beispiel transkultureller Kunstproduktion, in der europäische Moderne und yorùbáische Ritualpraxis auf produktive Weise verschränkt werden. Dabei nähert sie sich Wenger nicht nur biografisch, sondern betrachtet ihr Werk als „Gesamtkunstwerk“, das aus dem kontinuierlichen Austausch zwischen Wengers europäischer Ausbildung und ihrer langjährigen, rituell geprägten Praxis in Òsogbo, Nigeria, entsteht. Borchhardt‑Birbaumer zeigt, wie Wenger traditionelle religiöse Symbolik mit modernen künstlerischen Strategien verbindet und dadurch eine neue sakrale Ästhetik entwickelt, die postkoloniale Reflexionen, Fragen der Authentizität sowie Debatten über kulturelle Überschreitung und performative Identität adressiert. In ihrem gemeinsam mit Alexandra Schantl verfassten Essay zum Band Susanne Wenger. Künstlerin. Priesterin. Abenteurerinanalysiert sie Wengers Schaffen als beispielhafte Verschmelzung von Kunst und Ritual, wobei yorùbáische Kosmologien nicht exotisiert, sondern als lebendige Quelle künstlerischer Ausdrucksformen verstanden werden.
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Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer
Brigitte Borchhardt-Birbaumer (*21.9.1955 in Wien, lebt in Wien, Bonn und Palma) ist Kunstwissenschaftlerin, Journalistin und Ausstellungskuratorin. Sie studierte Malerei und Grafik an der Akademie für angewandte Kunst sowie Kunstgeschichte, Archäologie und Byzantinistik an der Universität Wien. Dissertation 1987 (Ölgemälde in Bologna in der Zeit von 1580 – 1710. Ein Versuch der Verbindung von Theorie und Praxis). 1986 – 2008 hatte sie Lehrtätigkeiten an der Uni Wien, seit 2000 an der Akademie der bildenden Künste und seit 2004 am Max Reinhardt-Seminar, mdw Wien.
Veröffentlichungen: Imago Noctis – Die Nacht in der Kunst des Abendlandes, Wien/Köln/Weimar 2003, Lore Heuermann. On the Peak of Time, Klagenfurt/Wien 2008, Die Nacht im Zwielicht, (Hg. mit Agnes Husslein-Arco und Harald Krejci) München 2012, Werner Hofmann prospektiv (Hg. mit Elisabeth Voggeneder, Forum Frohner Krems) Köln 2019, Adolf Frohner Malerei. Werkverzeichnis II (Hg. Dieter Ronte, Elisabeth Voggeneder) Bielfeld-Berlin 2017, Texte für zahlreiche Ausstellungskataloge, Giorgione (Wien 2004), Joseph Beuys (Krems 2008), Jürgen Klauke (Passau 2006 und Wien 2013) Lucas-Bosch-Gelatin (Krems 2011), Kiki Kogelnik (Krems 2013).
Art Critic Award 2007, Staatspreis für Kunstkritik 2023, Jury- und Beiratsmitglied für Stadt Wien, BMUKK und zahlreiche Institutionen und Museen. Seit 2009 im Aufsichtsrat des Kunsthiostorischen Museums.







