Zum Inhalt springen

Ausstellungsrundgang: Recover
Kevin Jerome Everson 

Video

Das Video ist in englischer Sprache verfügbar.

Der große Ausstellungsraum der Halle ist abgedunkelt und mit einer imposanten Leinwand versehen. Hier gibt es viel Abwechslung mit kürzeren Filmarbeiten von Kevin Jerome Everson. Everson ist in Mansfield, Ohio; aufgewachsen, einer Stadt, die tief in der Arbeitswelt der Industriekultur verwurzelt ist. Daher zeigen viele von Eversons Filmen afroamerikanische Menschen in ihrer Arbeit und bei Verrichtung ihrer Tätigkeiten. Everson ist sehr subtil und vermeidet eindeutige Situationen und vorschnelle Beurteilungen. Interessant ist der suchende und fragende Blick der Filme, wobei die Grenzen und Freiheiten schwarzer Lebenswelten aufgezeigt werden. Die Filmarbeiten von Everson erschöpfen sich aber keinesfalls im Dokumentarischen, vielmehr öffnen sie einen ungeahnten Zugang zur Abstraktion.

 

Kurator:
Cathrin Mayer

Texte:
Cathrin Mayer

Übersetzung:
Gregory Bond

Stimme:
Howard Curtis

Kamera & Ton:
kunst​-doku​men​ta​ti​on​.com, Manuel Carreon Lopez

Schnitt:
Kevin Ferdinandus

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Kevin Jerome Everson

*1965 Mansfield, lebt in Charlottesville

Die Arbeit und Praxis von Kevin Jerome Everson umfasst Fotografie, Druckgrafik, Skulptur und Film. Everson hat an der University of Akron sowie an der Ohio University studiert und ist Professor für Kunst an der University of Virginia, Charlottesville. Er wurde mit dem Guggenheim Fellowship, dem Alpert Award in Film/​Video, dem Heinz Award in Arts and Humanities, dem Rome Prize der American Academy in Rom und dem Fellowship der American Academy in Berlin ausgezeichnet. Er erhielt verschiedene Stipendien, unter anderem von Creative Capital, dem National Endowment for the Arts, dem Hallwalls Contemporary Arts Center, Buffalo; dem Wexner Center for the Arts, Columbus; und dem Ohio Arts Council.

Seine Arbeiten waren Gegenstand von Retrospektiven und Einzelausstellungen im Whitney Museum of American Art, New York; Tate Modern/​Film, London; Centre Pompidou, Paris; Andrew Kreps Gallery, New York; Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul; und dem Harvard Film Archive. Seine Werke wurden auf internationalen Filmfestivals und in Kunstinstitutionen präsentiert, darunter das Unknown Pleasures Festival, Berlin; Sundance Film Festival, Utah; International Film Festival Rotterdam; Images Film Festival Toronto; Venice International Film Festival; BFI/​London Film Festival; Internationale Kurzfilmtage Oberhausen; European Media Art Festival, Osnabrück; Viennale, Wien; BlackStar Film Festival, Philadelphia; Carnegie Museum of Art, Pittsburgh; MOCA, Los Angeles; Walker Art Center, Minneapolis; MoMA, New York; und im Smithsonian National Museum of African American History & Culture, Washington D.C. Seine Filme wurden auf der Whitney Biennale 2008, 2012 und 2017 sowie auf der Sharjah Biennale 2013 gezeigt.

Everson wird von Picture Palace Pictures, New York und der Andrew Kreps Gallery, New York repräsentiert.


Weitere Beiträge

A.rtificial I.ntrospection O.
Ausstellungsrundgang 

Slide show

Die Ausstellung A.rtificial I.ntrospection O. (A.I.O.) untersucht Denken, Wahrnehmung und Subjektivität im Spannungsfeld von Selbstbeobachtung, Kybernetik und Künstlicher Intelligenz. Ausgangspunkt ist das Werk des österreichischen Schriftstellers, Denkpsychologen und Kybernetikers Oswald Wiener (19352021), dessen originäres Werk sich seit den 1950er-Jahren kritisch zwischen diesen Feldern bewegte und sich systematisch der institutionellen Vereinnahmung entzog.

Slide Show A.rtificial I.ntrospection O.

Kathy Rae Huffman 
VOM CYBERFEMINISMUS 
BIS HEUTE

Video

Der Vortrag von Kathy Rae Huffman zeigt, wie sich der Cyberfeminismus seit den 1990er-Jahren entwickelte: Er vernetzte Frauen im digitalen Raum, hinterfragte bestehende Machtstrukturen und präsentierte Beispiele – von VNS Matrix bis hin zu zeitgenössischem digitalen Aktivismus –, die die Kritik an Plattformkonzernen, KI-Kulturen und globalen Ungleichheiten deutlich machen.

Kathy Rae Huffman 

Xol Meissner
Konzert 

Video

Der in New York lebende Künstler Xol Meissner, das Alter Ego des Komponisten Mauro Hertig, hat die HALLE FÜR KUNST Steiermark mit seiner eindringlichen, zwischen zeitgenössischer Klassik und avantgardistischem Rock oszillierenden Musik in eine hypnotische Klangwelt von außergewöhnlicher Intensität verwandelt.

Xol Meissner

Karin M. Schmidlechner 
Steirische Frauen im Nationalsozialismus und danach

Video

Karin Maria Schmidlechner zeigt in ihren Forschungen sowie in dem gemeinsam mit Heimo Halbrainer herausgegebenen Band Aus dem Blickfeld“, dass die Lebensrealitäten steirischer Frauen im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit vielfältig und ambivalent waren, erweitert damit die wissenschaftliche Auseinandersetzung über deren Alltag und dekonstruiert zugleich gängige Narrative wie jenes der angepassten Frau oder der sogenannten Trümmerfrau“.

Karin M. Schmidlechner 

Eva Ursprung
The Art of Surfacing

Slide show

Eva Ursprung, _Anlegestelle_, 2026

Mit der Ausstellung The Art of Surfacing präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark das vielschichtige Werk der österreichischen Künstlerin, Musikerin und Kuratorin Eva Ursprung. Ihre medienübergreifenden, feministischen und gesellschaftskritischen Ansätze kreisen um das Element Wasser als Metapher für Wandel und politische wie ökologische Prozesse.

Slide show Eva Ursprung

Susanne Wenger
Àdùnní Olórìṣà

Slide show

Susanne Wenger gilt als eine zentrale Künstlerin Österreichs nach 1945 und als frühe Wegbereiterin des Surrealismus. Ihr Œuvre, das Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Batiken umfasst, überschreitet ästhetische Kategorien und verbindet Kunst, Spiritualität und Mythos. 

Slide Show Susanne Wenger