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Ausstellungsrundgang 
Diego Bianchi: Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen, um sie in einer eigens dafür geschaffenen Architektur auch performativ zu aktivieren. Für die aufwendige Herstellung seiner verstörend und empfindsam wirkenden Plastiken verarbeitet Bianchi neben herkömmlichen Materialien auch ausrangierte und im Stadtraum von Buenos Aires, Paris sowie in Graz gefundene Objekte: Das können unscheinbare, kleinteilige Dinge sein, die vermeintlich keinen besonderen Wert oder Bedeutung haben, aber auch Autoteile, Metalle, Kunststoffe und Mode. Daraus entsteht eine bühnenbildhafte Landschaft aus Skulpturen und installativen Interventionen, die verstörend und stylisch zugleich mit dem Körperlichen und dem quasi Organisch-Innerlichen spielt. In verschiedenen, sich überlagernden Settings – zeitweise auch von Performer:innen aktiviert – entsteht ein nebulöses Ganzes“, das paradigmatisch für die Zeit ist, in der wir leben. Dabei bedient sich Bianchi des Humors als einer subversiven Strategie, um der Tragik des Daseins samt all der derzeitigen Krisen mittels eines utopisch abgründigen Szenarios etwas entgegenzusetzen. 

Zur Ausstellung

Künstler:innen

Teilnehmende Künstler:innen

Diego Bianchi

*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires und zuletzt Paris

Einzelausstellungen (Auswahl): Galerie Jocelyn Wolff, Romainville (2025), New Performance Turku Biennale, Turku (2023), Museo abandonado, Dakar (2023), Marres, Maastricht (2023), Centro de Arte Dos de Mayo, Madrid (2022), Galerie Jocelyn Wolff, Romainville (2020), 11th Liverpool Biennial (2020), BIENALSUR, Córdoba (2019), BIENALSUR, Valparaíso (2017), Centro de creación contemporain, Madrid (2017), Museo de Arte Moderno, Buenos Aires (2017), Barro Gallery, Buenos Aires (2016), Wiener Festwochen (2015), Centro de Arte Experimental, Buenos Aires (2015), Centro Cultural Recoleta, Buenos Aires (2010), Fondo Nacional de las Artes, Buenos Aires (2009), Centro Uno de Arte Contemporáneo, Rio Negro (2007).

Gruppenausstellungen (Auswahl): ARCOmadrid (2025), MAC VAL, Vitry-sur-Seine (2024), Pivô, São Paulo (2024), macLYON, Lyon (2024), Bienal de Coimbra, Portugal (2024), Galerie Jocelyn Wolff, Romainville (2024, 2023), Marres, Maastricht (2023), CAPC, Bordeaux (2023), Centre Pompidou, Metz (2022), Musée de la Haute Vienne Château de Rochechouart (2023), Museo Nacional de Bellas Artes, Buenos Aires (2021), Centre d’art contemporaine de Normandie (2018), Centro Cultural Kirchner, Buenos Aires (2017), MALBA, Buenos Aires (2015), Museo Arte Moderno Cuenca (2015), 13th Istanbul Biennial (2013), Museo de Arte Contemporáneo de Niteroi, Río de Janeiro (2007), 11th Biennale de Lyon (2012), X. Bienal de la Habana, Havanna (2009).

Weitere Beiträge

Ausstellungsrundgang
Celina Eceiza: Ofrenda

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Celina Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark entwickelt Annemarie Arzberger in ihrer performativen Präsentation zum ersten Mal ein eigenes Stück und so zugleich ein Setting für ihre Puppen mit drei Szenen, das in einem imaginären Raumschiff spielt, eine Ausstellung umfasst sowie die Räumlichkeiten, das drei Szenen vorgeben: das Schlouflaboar, das Houloudeck und die Space-Grotten-Disco. Bei dem Stück handelt es sich um eine Kombination aus Körper- und Puppentheater, welches die Künstlerin gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina Arzberger aufführt und das mit musikalischen Momenten, arrangiert von Manuel Obriejtan, unterstützt wird. 
 

Slide Show Annemarie Arzberger

Diego Bianchi
Errores Irreales

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Diego Bianchi (*1969 Buenos Aires, lebt in Buenos Aires) gilt als eine der zentralen künstlerischen Positionen Argentiniens und hat insbesondere den Begriff der Skulptur aktualisiert. Für seine installative und performative Ausstellung Errores Irreales in der HALLE FÜR KUNST Steiermark versammelt Bianchi eine Auswahl seiner mit dem Körperbegriff spielenden Skulpturen.

Slide show Diego Bianchi

Celina Eceiza
Ofrenda

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Ofrenda [Geschenk] eröffnet einen einzigartigen Zugang zum Raum: Hier wird Architektur wie ein atmender, lebendiger Körper erfahrbar, der seinen Zustand verändert, während man von einem Raum in den nächsten geht. Die Starre des Gebäudes löst sich auf, sobald die Wände mit tausenden Metern Stoff behängt werden, die durch kollektives, zeitloses Nähen miteinander verbunden sind und eine einzige, glatte, empfindliche Oberfläche bilden, die auf die kleinste Veränderung reagieren kann.

Ausstellungsrundgang Celina Eceiza

Abaseh Mirvali
Artistic Director, viennacontemporary 

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Das Gespräch zwischen Abaseh Mirvali, Direktorin der viennacontemporary, und Sandro Droschl, spannt einen Bogen von Diego Bianchis aktueller Ausstellung und Celina Eceizas Werk im Kontext der argentinischen Kunstgeschichte hin zu Mirvalis langjähriger Expertise und ihrem internationalen Werdegang. Zugleich wurde ihre zentrale Rolle für die dynamische und innovativ ausgerichtete viennacontemporary 2025 hervorgehoben.

Abaseh Mirvali Gespräch

Morning Séance
alias Simone Borghi 

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Der italienische Komponist und Klangkünstler Simone Borghi alias Morning Séance erweitert mit seiner sphärischen, sich stetig wandelnden Musik Celina Eceizas weiches Museum“ ihrer Ausstellung Ofrenda in der HALLE FÜR KUNST Steiermark, indem er durch seine musikalische Performance Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung auf neue Weise erfahrbar macht.

Morning Séance alias Simone Borghi

Annemarie Arzberger
wachgeträumt

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Annemarie Arzberger entwickelt für die HALLE FÜR KUNST Steiermark erstmals ein eigenes Stück, in dem sie ihre üppigen, detailreichen und oft bizarr anmutenden Bildwelten zu einem vielschichtigen Bühnenwerk verbindet, das Körper- und Puppentheater, Tanz, Lipsync, Musik und Sprache vereint und in einem dreiteiligen, traumartig-theatralen Raumschiff-Setting psychologische Zustände, kindliche Fantasie sowie gesellschaftliche Themen durch Figuren wie Dolores und die Ängsten Schwestern in einer poetisch-verspielten, zugleich verstörenden Szenerie performativ erfahrbar macht.

Annemarie Arzberger wachgeträumt