Celina Eceiza
Ofrenda
Slide show
Eceizas Werk wächst aus einer fast organischen, metabolischen Kraft heraus und umfasst Textilcollagen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen – mal winzig, mal monumental – gleichermaßen aufwendig wie elementar. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Textiltechniken wie Patchwork und Collagen aus Fundstücken mit jüngsten Experimenten in Kreidepastellen, die ihren Bildern neue Fluidität verleihen. Ihre Kompositionen sind geprägt von weichen Formen, verdrehten Körpern, Blumen und Früchten in der Tradition klassischer Stillleben, durchzogen von Bezügen zur Kunst des 20. Jahrhunderts und kulturellen Schichten, von der griechisch-römischen Antike bis zur Hippiebewegung der 1960er-Jahre.
Für diese Präsentation setzte sich Eceiza intensiv mit der Sammlung des Museo Moderno auseinander, insbesondere mit den Gemälden. Sie interpretierte die Werke in ihren Arbeiten neu, wobei sie zart verflochtene Textilien in prächtigen Collagenformen verwendete und so ihre persönliche Sicht auf die argentinische Moderne präsentierte. Ihre Lieblingswerke verwandelte sie in Fan-Art-Poster, um die Künstler:innen und Werke, die ihr besonders am Herzen liegen, mit dem Publikum zu teilen. Der Eingang zur Installation ist ein sonnendurchfluteter, gelber Raum, in dem alternative Kunstgeschichten neben bekannten Werken moderner argentinischer Künstler:innen wie Alberto Heredia, Juan del Prete, Yente oder Nicolás García Uriburu gezeigt werden, deren Einfluss bis heute durch ihre oppositionelle Haltung und unabhängige Produktion spürbar bleibt.
Der rote Raum von Ofrenda beeindruckt mit gigantischen Kreidezeichnungen auf Leinwand sowie handgefärbten Stoffen und Teppichen. Die symbolträchtigen Kompositionen zeigen Wesen und Körper im Wandel. In diesem Raum wirkt die malerische „Haut“ mit ihren metaphorischen Falten und Knicken organisch, widerstandsfähig und zugleich fragil – eine Fragilität, die den Kern von Eceizas Werk bildet. Sie erschafft ein „weiches“ Museum, in dem das Sehen nicht der alleinige Sinn ist. Der Sehsinn bleibt zwar die Basis des Wissens, doch rückt Eceiza den Tastsinn und haptische Erfahrung in den Vordergrund. In diesen begehbaren Kunstwerken, die die Betrachter:innen vollständig umhüllen, verweist die Künstlerin auf mythologische und spirituelle Vorstellungen eines erweiterten Universums, in dem sie das Physische mit dem Immateriellen und Transzendenten verbindet, während sie zugleich einen niedrigschwelligeren Museumsraum schafft.
Zur Ausstellung
Künstler:innen
Teilnehmende Künstler:innen
Celina Eceiza
Einzelausstellungen (Auswahl): Museo de Arte Moderno de Buenos Aires (2024), Moria Galería, Buenos Aires (2023, 2021, 2018), Mundo Dios, Mar del Plata (2023), Móvil arte contemporáneo, Buenos Aires (2019), Jamaica ATR Gallery, Rosario (2019), Big Sur Galería, Buenos Aires (2015).
Ausstellungen (Auswahl): Istanbul Biennial (2025), Móvil arte contemporáneo, Buenos Aires (2024), Bienal de Arte Textil, Sede Centro Cultural CEINA, Santiago de Chile (2023), UB-Anderson Gallery, Buffalo (2022), Microespacio Museo Petorutti, La Plata (2022), Museo del traje de Buenos Aires (2022), Bemis Center for Contemporary Arts, Omaha (2021), Galería Belgrado, Buenos Aires (2021), Athens Institute for Contemporary Arts, Georgia (2021).



















































