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Eurotopia. Was ist dein Europa?
Werkpräsentation 

Dieser Beitrag zeigt die Werke aller 11 ausgewählten Künstler_​innen des Open Calls Eurotopia, der im Rahmen der Ausstellung Europa: Antike Zukunft durchgeführt wurde.

Der Open Call Eurotopia. Was ist Dein Europa? hat vom 1.3. bis 1.5. in Kooperation mit der digitalen Plattform next​mu​se​um​.io stattgefunden.

Der Call ist als eine Ergänzung der von Sandro Droschl kuratierten Ausstellung Europa: Antike Zukunft gedacht. In Rahmen des Calls hat die HALLE FÜR KUNST Steiermark eine Vielzahl an Einreichungen von internationalen Künstler_​innen zu den Themen Europa, Transnationalität und europäische Lebenswirklichkeit erhalten. 

Von den Einreichungen hat das Team eine Auswahl an insgesamt 11 Positionen vorgenommen, die wir unseren Besucher_​innen hier gerne vorstellen wollen. Die ausgewählten Beiträge werden auch über einen Bildschirm im Foyer zugänglich gemacht und können für die verbleibende Dauer der Ausstellung eingesehen werden.

Bezüglich der Auswahl der künstlerischen Arbeiten war der Bezug zur Ausstellung und zur Frage Was ist dein Europa? wesentlich.



Nadine Arbeiter

Stierkopf (aus dem kleinen Palast Knossos) (2016)
7050 cm, Hochdruck und Zeichnung auf Holz

Maske (Polychromer Frauenkopf aus Mykene) (2016)
3024 cm, Acryl und Marker auf Holz

Nadine Arbeiter geht in den beiden Werken Stierkopf (aus dem kleinen Palast Knossos) (2016) und Maske (Polychromer Frauenkopf aus Mykene) (2016) von antiken und historischen Funden aus. Die Vorlage für den Stierkopf stammt aus dem kleinen Palast in Knossos (15501500 v.Chr.) und ist im Archäologischen Museum in Herakleon zu sehen. Der polychrome Frauenkopf stammt ursprünglich aus dem 13.Jahrhundert v.Chr. und wurde unterhalb der Burg von Mykene gefunden. Die Maske wurde unter anderem auch als Requisite für Arbeiters Videoarbeit My Three Lyrical Identities (2016) verwendet.

My Three Lyrical Identities: https://​vimeo​.com/​197612722

Nadine Arbeiter (*1980 Stuttgart, lebt in Düsseldorf) beschäftigt sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit der menschlichen Figur in Verschränkung mit Praktiken der medialen Selbstdarstellung. Arbeiter hat an der Kunstakademie in Münster und an der Akademie der bildenden Künste Wien studiert. Ihre Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen wie dem Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg; Produzentengalerie, Dortmund; Ars Electronica Center, Linz und im State Museum of Contemporary Art, Thessaloniki zu sehen. Arbeiter hat mehrere Preise und Stipendien erhalten, darunter das Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und ein Stipendium des Kulturamtes Düsseldorf.



Anne Barth

Vsbl (2020)
multimediales Projekt

Anne Barth setzt sich durch ihr Projekt vsbl (2020) dafür ein, dass geflüchtete Menschen mit ihren Einzelschicksalen zu Wort kommen und nicht als bloßer Teil einer Masse in der Medienberichterstattung untergehen. Medienberichte aus Moria sprechen von 20.000 Geflüchteten, eine Zahl die leicht vergessen lässt, dass es sich um 20.000 individuelle Menschen mit ihren Geschichten handelt. Die Künstlerin widmet sich diesen Geschichten mittels Videoporträts, die eine unmittelbare Begegnung eröffnen und ein Spannungsverhältnis zwischen Intimität und Distanz aufbauen. Unvermittelt blicken die Menschen in die Kamera, während sich mittels eines Voice-overs verschiedene Geschichten und Gedanken entfalten.

https://​vsbl​.art

Anne Barth (*1982 Berlin, lebt in Berlin) ist eine freie Fotografin aus Berlin und verschränkt in ihrer Praxis konzeptionelle Ansätze mit poetischen Motiven und Stimmungen. Sie arbeitet außerdem regelmäßig mit NGOs zusammen und dokumentiert politisch-gesellschaftliches Geschehen. Eine Online Ausstellung ihres Projekts vsbl wurde kürzlich von der Heinrich Böll Stiftung gezeigt. Barth hat an der Fotoakademie Köln studiert und war im Jahr 2020 Stipendiatin des Landes NRW, Deutschland.



Kuesti F.

Europapa
Ein Gespräch zur rechten Zeit
(2014)
Video
8:30 Min.

Mit Kuesti F. und Alexander Busse.
Kamera und Schnitt: Chris Brandl.
© mobtik 2014

Der Schauplatz, ein klaustrophobisch wirkender Beton(spiel-)platz, auf dem ein Mann in Tigerhemd teils ironisch, teils bedrohlich an den Gitterzäunen entlangstreift. Aus dem OFF hören wir ein Gespräch, welches von Meinungsfreiheit, Wahlbeteiligung und Demokratiemüdigkeit handelt. Was würde passieren, wenn die Absperrung uns nicht mehr schützen würde?

Eine dokufiktionale Reflektion über persönliche, populäre wie populistische Narrative und Strategien, die auf textlicher wie auch auf der Ebene des Bildes das Thema Festung Europa“ aufzugreifen versucht.

Mehr und regelmäßig aktualisiert Neuigkeiten über den Filmemacher gibt es auf www​.face​book​.com/​m​obtik

Kuesti F. (*1976 Wiesbaden, lebt in Düsseldorf) ist ein unabhängiger Filmemacher, der sich auf die Produktion kurzformatiger Geschichten in Text, Bewegtbild und Ton spezialisiert hat. Seine mehr als 250 durchgeführten künstlerischen Projekte reichen von experimenteller Medienkunst bis hin zu traditionelleren Formen des Storytellings. Seine Arbeiten sind international in verschiedenen Institutionen und auf Filmfestivals vertreten, unter anderem im Museum of the Moving Image, New York; dem Louvre Museum, Paris; FILE Electronic Language International Festival Sao Paolo; Multimedia Museum, Moskau; dem Internationalen Kurzfilmfestival Köln, Festival du Film Subversif, Metz; und dem Poetry Film Festival Wien.



Jonas Höschl

Manfred Weber (2019)
Video
5:10 Min.

Jonas Höschl’s Videoarbeit Manfred Weber (2019) besteht aus verschiedenen Samples aus den Werbefilmen von 41 Parteien, welche im Mai 2019 in Deutschland zur Europawahl angetreten sind. Das so entstehende Mosaik politischer Vielfalt wird musikalisch dramatisiert, Falco ist mit seinem Song Europa zu hören und die Vertonung ist an bayrischer Blasmusik angelehnt. Höschl untersucht die suggestive Bildwelt der Werbeagenturen und macht deutlich, wie uniform die Selbstdarstellung der Parteien verläuft. Der Künstler dekonstruiert die Darstellungen, in dem er die glücksversprechenden Narrative, mit Aufnahmen von Widerstand und Polizeigewalt durchbricht.

Jonas Höschl (*1995 Regensburg, lebt in München) beschäftigt sich mittels Fotografie und Druckgrafik mit gesellschaftlichen Konfliktfeldern und Formen politischer und medialer Darstellung. Höschl hat an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und München verschiedene künstlerische Fächer studiert. Er hat mehrere Preise und Stipendien erhalten, darunter den Kulturpreis des Bezirkes Oberpfalz für Druckgrafik und ein Stipendium für die Salzburger Sommerakademie. Seine Werke waren unter anderen im SchauRaum, Darmstadt und im Edel Extra, Nürnberg zu sehen.



Bea Nielsen

Aus der Serie Ringen um Raum ( 2020/2021)

Der Koloss zieht weiter (2021)
Plakat, Kugelschreiber, Textcollage, Korrekturstreifen
39,530 cm

Ohne Titel (2021)
Digitale Fotografie, C‑Print
60×40 cm (Auflage 1/10)

Bea Nielsen untersucht in ihrer aktuellen Serie Ringen um Raum (2020÷21) die politische Vereinnahmung des öffentlichen Raumes, indem sie Ausdrucksformen der Zivilgesellschaft aufgreift wie beispielsweise Plakate, Graffiti und andere Interventionen. Diese geben Rückschlüsse über Themen wie urbane Transformation, Demographie und Diversität. Die vorgefundenen Materialien werden von der Künstlerin fotografiert, überarbeitet und teilweise mit kunstgeschichtlichen Motiven verschränkt, wodurch neue Anknüpfungsmöglichkeiten und Interpretationsräume entstehen. Durch ihre Arbeit zeigt sich, dass ein Ringen um Raum, ein Ringen auf der Ebene der Zeichen und Meinungen, sowie Vorstellungen eines anderen Europas impliziert.

Bea Nielsen (*1974 Rostock, lebt in Leipzig) künstlerisches Schaffen zeichnet sich durch einen experimentellen Umgang mit verschiedenen Medien aus, wie Fotografie, Malerei, Texten und Objekten. Nielsen untersucht gesellschaftspolitische Prozesse, welche sie mit Momenten des Autobiographischen verschränkt. Nielsen hat am Casper-David-Friedrich-Institut in Greifswald und an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert. Ihre Arbeiten waren in Institutionen wie dem Tapetenwerk, Leipzig; der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig; im japanischen Haus, Leipzig und im öffentlichen Raum im Zuge einer Wanderausstellung durch Sachsen sowie diversen Kunstfestivals zu sehen.



Liza Osepaishvili-Nemtsova

Aus der Werkserie The body object: Ecology oft the Art (2015)
Fotografie und Videoarbeiten

In der Werkserie The body object: ecology oft the Art (2015) nähert sich die georgische Künstlerin Liza Osepaishvili-Nemtsova mittels Video und Fotografie den Verbindungen zwischen Mensch und Natur an. Dafür erstellt die Künstlerin Aufnahmen von menschlichen Modellen, welche sie mit Materialstücken aus Gips, Textil, Seilen und Verpackungsmaterial, mit Masken und Kostümen ausstattet. Die Körper werden zu Objekten, die Objekte zu Körper, beide befinden sich in einem theatralen Wechselspiel zur Natur und Landschaft. Osepaishvili Nemtsova setzt kollektive Prozesse in Gang, welche die Suche nach einem neuen Verhältnis zur Natur ausdrücken. Sie stellt die Frage, welche Rolle Europa in der Entwicklung eines neuen ökologischen Bewusstseins einnehmen könnte.

Liza Osepaishvili-Nemtsova (*1972 Tiflis, lebt in Tiflis) ist eine georgische Künstlerin die sich auf Fotografie und Drucktechniken spezialisiert hat. Sie verwendet unter anderem den Surrealismus als konzeptionelle Methode, um die Beziehungen des Menschen zur Umwelt zu untersuchen. Osepaishvili-Nemtsova hat in Moskau und auf der Kunstakademie in Tiflis studiert. Ausstellungen ihrer Arbeiten fanden beispielsweise im Geschichtsmuseum Tiflis; in der Manège, St. Petersburg; dem Convento Sant’Anna, Portugal; und in der Georgischen Akademie der Künste, Tiflis; statt.



Sven Piayda

Die Entdeckung Europas (2016)
HD Video (1280×720), stumm
Video
4:30 Min.
 
In Die Endeckung Europas (2016) wird der Jupitermond Europa aus der Sicht einer ihn umkreisenden Raumsonde aus betrachtet. Der weit entfernte Namensvetter des europäischen Kontinents wird dabei zur Parabel. Wir blicken von außen auf etwas sehr Großes und erkennen das Zusammenspiel des Mondes mit anderen Gestirnen, welche in einer gemeinsamen Balance zueinanderstehen. Die Suche nach einer neuen Welt bedeutet gleichzeitig, dass wir uns nach einer besseren sehnen. Kann Europa dem gerecht werden?

Sven Piayda (*1977 Gelsenkirchen, lebt in Mühlheim an der Ruhr und Luxemburg) ist ein konzeptionell arbeitender Künstler, der Fotografie, Video, Klang sowie computermanipuliertes und ‑generiertes Bildmaterial verwendet. Die Arbeiten des Künstlers zitieren oftmals Motive aus der Medien- und Kunstgeschichte, spielen mit der postmodernen Idee des Remixes, sowie mit der Spiegelung des Prozesses von Bildproduktion und ‑konsum. Piayda wurde an der Universität Essen in Gestaltungstechnik ausgebildet. Piayda’s Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter Galerie 143, Dortmund; Kunstverein Bochumer Kulturrat, Bochum; Kunstmuseum Gelsenkirchen; Max Ernst Museum, Brühl und im Stadtmuseum Schlössli, Aarau.



Bohdan Pylypushko

Aus der Serie Texture Gaps:
The Semiotics of the Pandemic in Warsaw’s Urban Spaces
(2020)
Fotografie

Als Reaktion auf die Ausbreitung der Pandemie wurde die Nutzung der Warschauer Spielplätze mit dunklen Zellophanbändern eingeschränkt. Hunderte von verfremdeten Silhouetten von Schaukeln und Karussells wurden Teil des alltäglichen Anblicks der Stadt. In der Fotoserie Texture Gaps dokumentiert Pylypushko die Veränderungen des Stadtbildes und erweitert deren Bedeutung über ihren funktionalen Zweck hinaus. Er reflektiert die substanzielle Rolle des öffentlichen Raums in der Demokratie und dessen Einschränkung während der Abriegelung im Jahr 2020, die von polizeilichem Fehlverhalten und Angriffen der rechten Behörden auf die Rechte von Frauen und Minderheiten in Polen begleitet wurde.

Bohdan Pylypushko (*1990 in Sumy, Ukraine; lebt in Warschau) ist ein Künstler und Kunsthistoriker, der in den Medien der Druckgrafik und Fotografie arbeitet. Er untersucht Phänomene der inneren Emigration in der Untergrundkultur während totalitärer Régime und deren langfristige Auswirkungen auf das Selbst- und Gesellschaftsbewusstsein. Bohdan Pylypushko promovierte in Kunstgeschichte am Forschungsinstitut für Moderne Kunst an der Nationalen Akademie der Künste der Ukraine, hat einen MA in Druckgrafik und Buchillustration an der Ukrainischen Akademie für Druckerei. Aktuell hat er ein Stipendium an der Akademie der Schönen Künste in Warschau.



Nika Rukavina

In the end it’s all about the money (2016)
Performance
HD-Video (1080p, 16:9)
7:56 Min.

In the end it’s all about the money (2016) ist eine Performance von Nika Rukavina, in der sie mit einer Säge 12 Sterne aus 12 Ein-Euro-Münzen ausschneidet um diese anschließend zu einem Kreis auf blauer Stoffunterlage anzuordnen. So entsteht eine neue Flagge der EU, die auf die wirtschaftspolitische Ausrichtung der Union Bezug nimmt. Gleichzeitig weist Rukavina darauf hin, dass schlechte politische Entscheidungen zu krisenhaften Entwicklungen führen können und nennt den Rechtspopulismus als Folgeerscheinung. Dadurch verdeutlicht Sie die Verantwortung der EU, positive Veränderungen voranzubringen. 

Nika Rukavina (*1980 Rijeka, lebt in Rijeka) ist eine multimediale Künstlerin, die überwiegend in der Installationskunst tätig ist, aber deren Praxis auch Performance, Pantomime, Zeichnung, Skulptur und Video umfasst. Die Künstlerin beschäftigt sich mit Fragen politischer Identität und untersucht die soziale Realität mit ihren Ungleichheiten und Diskriminierungsprozessen. Sie hat an der Akademie der bildenden Künste in Venedig studiert und unter anderem im Kunsthaus Graz, dem Museum für zeitgenössische Kunst, Zagreb; und der Memphis Galerie, Linz ausgestellt.



Susanna Schoenberg

Deep Interview – on shaping and monitoring of borders (2018)
HD Video 
30:50 Min.

In Deep Interview (2018) sieht man eine ungewöhnliche Gesprächssituation, in der eine blau gekleidete Interviewerin vor blauem Hintergrund akribische Fragen zur Logik der Grenzsicherung der EU stellt. Es ist eine Interviewsituation ohne ein sichtbares Gegenüber und auch die Antworten bleiben aus. Susanna Schoenberg benutzt dafür die Methode des Tiefeninterviews, mit welcher das genaue Wording von Grenzsicherung und Asylregulationen untersucht wird. Eine andere Perspektive die hier miteinfließt ist aber auch die Perspektive der Flucht und der Bedürfnisse von Geflüchteten, welche die Legitimation der Grenzüberwachung hinterfragt.

Deep Interview ist in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlerin Christiane König und der Schauspielerin und Moderatorin Valeria Risi entstanden. 
Sounddesign: Dirk Specht.

Susanna Schoenberg (*1973 Faenza, lebt in Köln) arbeitet vor allem in den Bereichen Videokunst, Fotographie, Installation und Performance. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Dramaturgie nicht-linearer Erzählmuster und Praktiken eines medialen Realismus. Sie ist Gründerin der Agentur für künstlerische Kollaborationen arte-e-parte, sowie Dozentin an der Kunstakademie in Düsseldorf. Ihre Arbeiten wurden in Institutionen wie dem Polymer Art Space, Taipeh; Kunststation Sankt Peter, Köln; Galerie Francoise Heitsch, München; BACC Bangkok; Galerie damdam, Berlin; ZKM Karlsruhe und auf der Contemporary Art Ruhr, Essen, gezeigt.



Benjamin F. Stumpf

IN-TRANSIT (2009)
2‑Kanal-Video-Installation
Video
13:45 Min.

Die Installation IN-TRANSIT (2009) kreist um die Themen Migration, Menschenhandel und Transitprozesse. Die Neukombination der Bilder, vorrangig an den Außengrenzen Europas, in Marokko (Melilla) und in der Türkei (Istanbul) fotografisch festgehalten, spiegelt ein diffuses Gefühl für die derzeitigen globalen Zustände wider. In der Erarbeitungs- und Recherchephase spielte Istanbul als Ort zwischen den Kontinenten und Drehscheibe für internationale Geschehnisse eine große Rolle. In der Gegenüberstellung von Szenerien aus Europa und deren Rändern bezieht die Arbeit sich inhaltlich auf sichtbare und unsichtbare Grenzziehungen. Sie erzählt von einem globalen Traumzustand, in dem die Macht und Ohnmacht, die Kontrolle und der Kontrollverlust eng miteinander verknüpft sind und schafft einen Blick auf die Ränder der Realität.

Benjamin Florian Stumpf (*1976 Solingen, lebt in Hamburg) arbeitet vornehmlich im Bereich multimedialer Installation / Projektkunst und ist durch seine gemeinsame Arbeit mit der Künstlerin Antje Feger bekannt. Stumpf hat an der Muthesius University of Fine Arts and Design und am Independent Study Program, Maumaus in Lissabon studiert. Seine Arbeiten waren international in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, u. a. Biennale of the Tangible Image, Paris; Krasnodar Institute of Contemporary Art, Krasnodar; Culture Communication Center Klaipeda, Litauen; Kunst im Untergrund, NGBK, Berlin; und in der Hamburger Kunsthalle. Stumpf erhielt verschiedene Förderstipendien und Projektförderungen im In- und Ausland u.a. von der Stiftung Kunstfonds; der Hamburgische Kulturstiftung; sowie durch die ECOC- Europäische Kulturhauptstadt Istanbul.

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