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Academy

Rundgang für Dozent_innen/Studierende

1 Euro pro Person
beinhaltet Führung, Handout und Online Guide 
Gruppengröße bis zu 20 Personen
Registrierung und 2‑G Nachweis (geimpft/​genesen) erforderlich

auch in englischer Sprache verfügbar

Die aktuelle Ausstellung Domestic Drama setzt an der Pandemie und am gesellschaftlichen Rückzug an und widmet sich dem Zuhause und der Architektur des Wohnens. In einer bewusst theatralen Inszenierung sind in der Ausstellung Werke zeitgenössischer Kunst versammelt, von denen viele Gattungsgrenzen überschreiten und sich mit Einrichtungs- und Wohndesign verschränken.

Der Titel der Ausstellung wurde von einem Essay der Architekturtheoretikerin Beatrix Colomina aus dem Jahr 1992 abgeleitet. Sie beschreibt dort, wie im Wohnraum durch bestimmte Raumkonzepte bühnenähnliche Situationen entstehen. Zentral für die Ausstellung ist diese transformatorische Kraft der Räume, welche Personen und Gegenstände gleichermaßen zu Protagonist_​innen eines häuslichen Dramas“ machen. Scheinbar unbelebte Gegenstände üben Macht auf uns aus und werden zu handelnden Subjekten. Durch das menschliche Begehren, durch Wünsche und Vorstellungen vermengen sich die belebten und unbelebten Körper und laden sich wechselseitig mit Emotionen auf. Inwieweit bestimmen der Wohnraum, unser Besitz und das Interieur über unsere Innenwelt? Sind es nicht eigentlich die Gegenstände, die das Zuhause prägen und uns in ihren Formen, Funktionen und Potentialen gewissermaßen darstellen“ und darin eine aktive Rolle einnehmen?

Im Mittelpunkt der Ausstellung Domestic Drama steht der Wohnraum als Ausdruck verschiedener Zugehörigkeiten, als Indikator geschlechtlicher, ökonomischer und sozialer Identität. Dabei werden wesentliche Aspekte des Zuhauses angesprochen, wie das Verhältnis zwischen Privatem und Öffentlichen, zwischen Arbeit und Erholung, zwischen Herkunft und Heimat“.