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Walk & Talk

Ausstellungsrundgang

1 Euro pro Person
beinhaltet Führung, Handout und Online Guide 
Gruppengröße bis zu 20 Personen
Registrierung und 2‑G Nachweis (geimpft/​genesen) erforderlich

auch in englischer Sprache verfügbar

My Home is my Castle. Ein bekannter Leitspruch über das Zuhause, bei dem einem als erstes Mauern und Zinnen in den Sinn kommen. Die eigenen vier Wände geben zum einen Sicherheit, können aber auch schnell beengend werden, wie die COVID-19-Pandemie deutlich gemacht hat. Die Gruppenausstellung Domestic Drama setzt an der aktuellen gesellschaftlichen Situation des Rückzugs an. Sie stellt unsere Emotionen, das Zuhause und das Wohnen in den Mittelpunkt der künstlerischen Betrachtungen.

Wenn sich der Alltag immer weiter auf den eigenen Wohnraum beschränkt, stellt sich auch die Frage neu, wie wir unser Zuhause wahrnehmen und wie sich die Ordnung der Dinge verändert. Der Wohnzimmertisch wird zur Arbeitsplatte, die angesammelten Gegenstände zu stummen Verbündeten, die uns zuzwinkern. Wie verhalten sich die Gefühle der Bewohner_​innen zu ihrem Besitz, wie die Wünsche und Vorstellungen zum Wohnen? Zudem wird der Bezug zur Außenwelt eigenartig verändert, weil wir die Welt vermehrt durch Engstellen und Bildschirme wahrnehmen. Spannend ist auch der Einfluss verschiedener Kulturen und des globalen Warenverkehrs auf unser Zuhause, während das Thema Einwanderung oft als sehr problematisch dargestellt wird, zumindest wenn man von Menschen spricht. Bei den Dingen in unseren Wohnräumen scheint es hingegen ganz normal zu sein, dass diese aus vielen unterschiedlichen Ländern kommen.

Die Ausstellung Domestic Drama erstreckt sich auf zwei Ebenen und zeigt Werke von internationalen Künstler_​innen. Die Arbeiten offenbaren eine vielstimmige Perspektive auf das Zuhause und die Architekturen des Wohnens, auf die Verbindungen zwischen den alltäglichen Gegenständen und dem Innenleben der Bewohner_​innen, und stehen darin für ein mehrdeutiges und facettenreiches Verständnis von Interieur“. Im Zentrum der Ausstellung steht die emotionale Beziehung zu Gegenständen und Räumen – wie die Frage, was Zugehörigkeit und das Zuhause, Heimat und Herkunft bedeuten können.