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Panther Residencies

Die HALLE FÜR KUNST Steiermark freut sich als Teil ihres neuen Programmes, die sogenannten Panther Residencies vorzustellen. Benannt nach dem schillernden Fabelwesen und Wappentier der Steiermark, vereinen sich unter dem Programm zwei Stipendien für Künstler_​innen, deren Praxis im Feld der Gegenwartskunst angesiedelt ist.

Im Mittelpunkt steht dabei die jährliche Förderung einer internationalen und einer herausragenden lokalen Position. Im engen Austausch mit der HALLE FÜR KUNST Steiermark und der Stadt Graz werden den Gästen projektspezifische Unterstützungen für ihre künstlerische Arbeit zu Verfügung gestellt. Im Zuge der Residencies soll durch Recherche und Austausch mit Protagonist_​innen vor Ort jeweils eine neue Arbeit produziert werden, die innerhalb des Ausstellungsprogrammes präsentiert werden soll.

Die HALLE FÜR KUNST Steiermark versteht sich hierbei als Initiator für diverse Dialoge und möchte den internationalen als auch lokalen Stipendiat_​innen Ressourcen vor Ort zugänglich machen um ein bestmögliches Lebens- und Arbeitsklima zu schaffen. Der Institution ist es hierbei gleichzeitig ein Anliegen auf diesem Weg der vielfältigen Grazer Kultur- und Kunstszene als auch der allgemeinen Öffentlichkeit neue und relevante künstlerische Stimmen vorzustellen. So sind die Gäste dazu eingeladen in verschiedenen öffentlichen Formaten ihre Praxis vorzustellen und auf die lebendige Kunstszene vor Ort zu reagieren. Beide Residency Formate stehen durch die konkrete Anbindung an eine Ausstellung in direktem Zusammenhang mit der thematischen Schwerpunktsetzung der Institution.

Das internationale Stipendium wird von einem der beiden Kurator_​innen der Institution im Rahmen eines Projekts vergeben. Der diesjährige internationale Gast ist Colin Self (*1987 Aloha, lebt in Berlin), der Anfang nächsten Jahres eine neue Performance im Rahmen der Reihe Give Rise To präsentieren wird. Das lokale Fellowship ist mit einer Gruppenausstellung verbunden und wird über einen offenen Aufruf ausgeschrieben.

Open Call

Im Rahmen der Gruppenausstellung Domestic Drama vergibt die HALLE FÜR KUNST Steiermark ein Produktions- und Arbeitsstipendium an eine lokale künstlerische Position. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler_​innen, die mit der Stadt Graz und/​oder der weiteren Region in Verbindung stehen.

Ilkin Beste Cirak und Nigel Gavus, Letters from a Window, 2021

Film, s/​w, 5 Min., Filmstill

Ilkin Beste Cirak und Nigel Gavus, Letters from a Window, 2021

Film, s/​w, 5 Min., Filmstill

Aus den diesjährigen Einreichungen des Open Call wurde das Künstler_innen-Duo Ilkin Beste Cirak und Nigel Gavus für die Panther Residency der HALLE FÜR KUNST Steiermark nominiert.

Ilkin Beste Cirak und Nigel Gavus

Aus unterschiedlichen Hintergründen kommend und derzeit als Künstler_innen-Duo tätig, suchen Ilkin Beste Cirak und Nigel Gavus eine Synthese verschiedener Medien: Poesie, Film, Literatur, Skulptur und Raum sind ihre Erkundungsfelder. Ihre Arbeit ist klar strukturiert und vielschichtig. Ihr gemeinsames Ziel ist es, unsichtbare Themen in eine visuelle Sprache zu übersetzen und die Rolle visueller Codes“ in unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Ihre Zusammenarbeit thematisiert Identität und Zugehörigkeit, sowie Raumgestaltung in der Art der relationalen Kunst und Ästhetik. Ihre erste filmische Kollaboration Letters from a Window, wurde auf der Diagonale 21’ uraufgeführt und am Vienna Shorts Festival mit dem Publikumspreis für den beliebtesten österreichischen Kurzfilm unter zehn Minuten ausgezeichnet.

Im Rahmen von Domestic Drama wird das Künstler_​innen Duo einen neuen Film produzieren, der die Themen der Ausstellung mit dem spezifischen Setting der Stadt Graz verbindet.

Ilkin Beste Cirak, geboren 1994 in Izmir (TR), ist als bildende Künstlerin und Poetin tätig. Sie ist Absolventin der Universität für angewandte Kunst (Social Design) und studiert derzeit Bildhauerei & Raumstrategien an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ausgehend von öffentlichen Räumen als Kern des Zusammenlebens beschäftigt sie sich mit Lokalitäten, Identität, Kulturproduktion und Partizipation. Sie lebt und arbeitet in Graz und Wien.

Nigel Gavus, geboren 1992 in Graz, ist als Filmemacher und bildender Künstler tätig. Er absolvierte die Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film und studiert derzeit an der Akademie der bildenden Künste Wien. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Zeit, Erinnerung, Identität und der Beziehung zwischen Poesie und Kino. Er lebt und arbeitet in Wien und Graz.